Warum Biokunststoffe?

10.09.2011 21:20

Kunststoffe konventioneller Art werden aus endlichem Erdöl gewonnen und werden am Ende des Produkteinsatzes weggeworfen. Nur ein Teil wird recycelt, große Mengen dagegen landen auf Müllhalden, werden verbrannt oder gelangen über die Flüsse in die Meere.  Der Plastikmüll zersetzt sich in kleinere Stücke und wird als irrtümliche Nahrung von kleinen Lebewesen und Fischen aufgenommen. Durch die Nahrungskette sowie den Fischfang gelangen so diese Plastikkügelchen wieder in unseren Nahrungskreislauf. Schätzungen zufolge befinden sich bereits über 100  Millionen Tonnen dazu in den Meeren.

Mehr dazu unter Plastikmüll in den Ozeanen

Biokunststoffe dagegen sind Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden  und nach ihrem Einsatz biologisch abbaubar und kompostierbar sind, z.B. Polylactid (PLA). Hauptausgangstoffe sind vor allem Stärke, die aus stärkehaltigen Pflanzen wie z.B. Mais, Zuckerrüben und Cellulose, das aus Hölzern gewonnen werden kann. Und es werden weitere potenzielle Bio-Polymere entwickelt, die für die Herstellung einer Vielzahl von Produkten, z.B. für Einweggeschirr, kompostierbare Verpackungen etc. geeignet sind.

Biokunststoff Wikipedia

Was für Biokunststoffe spricht ist, daß sie Erdöl-basierte Kunststoffe ersetzen  und nach Gebrauch kompostierbar sind. Als deutliche Einsatzbeispiele dienen Veranstaltungen, Restaurantketten als auch Versorgungsbetriebe. Hier kann die gesamte Verbrauchskette vom Tragebeutel, Geschirr usw. vollständig durch Biokunststoff ersetzt werden. Gerade da besteht ein Müllpotenzial, daß durch Mülltrennung und Recycling nicht aufgefangen werden kann. Biokunststoffe sind gut für die Umwelt und entsprechen dem Kreislaufgedanken. Biokunststoffe werden aus Pflanzen gewonnen. Sie setzen bei Verbrennung nur soviel  CO2 frei, wie sie beim Wachstum aufgenommen haben. Nach Abzug von Herstellung und Logistik gelten sie als CO2-neutral. Die Europäische Norm EN 13432 gibt die Richtlinien vor, was als biologisch abbaubar gilt.

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