Deutsche Umwelthilfe für Abgabe auf Plastiktüten

22.10.2012 08:37

Deutsche Umwelthilfe gegen kostenlose Plasitiktüten im Einzelhandel

Die deutsche Umwelthilfe DUH unter Geschäftsführer Jürgen Resch will, dass der Verbrauch von Plastiktüten deutlich verringert wird, denn 5,3 Milliarden Tüten pro Jahr in Deutschland sind einfach zuviel.
Deutschland gehört mit seinem Verbrauch an Plastiktüten zu den unrühmlichen Spitzenreitern in Europa,  neben Spanien, Italien und Großbritannien.  
Im jährlichen Verbrauch bedeutet das, das jeder Deutsche ca. 1,3 kg an Plastikmüll durch die beliebte Plastiktüte produziert.  Insgesamt werden hier über 100.000 Tonnen Kunststoff für die Produktion dieser Einwegtaschen verbraucht.
Und das ist schlichtweg unverantwortlich und grenzenlose Verschwendung von endlichen Ressourcen, namentlich Rohöl. Außerdem ist es eine unnötige Belastung des Klimas und der Umwelt.
Um diesem Verhalten entgegenzuwirken, fordert die Deutsche Umwelthilfe eine Abgabe auf Plastiktüten.  Diese soll nicht dem Staat zugute kommen, sondern dafür eingesetzt werden, die Verbraucher zu sensibilisieren und deren Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen zu fördern.  

Laut Jürgen Resch muss der Anreiz, einfach schnell zur kostenlosen oder sehr billigen Plastiktüte zu greifen, verschwinden, damit sich etwas ändern kann.  In Irland hat man auf diesem Weg den Verbrauch von 328 Tüten auf 8 Tüten pro Kopf gesenkt.  
In den USA sind sogar in einigen Städten Einwegplastiktüten verboten. So z.B. in Seattle, wo man auf Papiertüten umstieg, die von den Verbrauchern bezahlt werden müssen.  Auf diesem Wege wird der Anreiz, seine eigenen Taschen mitzubringen, deutlich erhöht und die Umweltbelastung maßgebend verringert. 

Auch auf der Ebene der EU wird dieses Thema bearbeitet, wie in diesem Bericht vom ZDF ersichtlich wird.

 

EU plant Zwangsabgabe für Plastiktüten, ZDF, 29.03.2012

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